DIE GESCHICHTE DES DKV

Was ist der DKV?

Der DKV ist ein Zusammenschluss von Komponistinnen und Komponisten aller Genres und Stilrichtungen, die der solidarische Gedanke einer Interessenvertretung für alle musikalisch Kreativen eint. In der immer komplexer werdenden Kulturlandschaft unserer Zeit ist mediale Präsenz zunehmend wichtig, daher wollen wir mit geeinter Stimme sprechen, wenn es um die Belange der Kreativen gegenüber der Politik oder der Öffentlichkeit geht. Um auf die spezifischen Situationen in den verschiedenen Bundesländern eingehen zu können, gibt es selbstständig agierende Landesverbände des DKV, in denen sich Kolleginnen und Kollegen intensiv mit den aktuellen Problemen selbstständiger schöpferischer Arbeit auseinandersetzen, Rat und Hilfeleistung erhalten und Anschluss finden können.

Um spezielle Fachinteressen zu vertreten gibt es innerhalb des Verbandes die Fachgruppen DEFKOM (Filmkomponist*innen), VERSO (Singer- und Songwriter*Innen) und FEM (Fachgruppe E-Musik) sowie seit kurzem auch eine „Jugend-AG“, die sich um die Belange der jüngsten Generation kümmert. Auf nationaler und internationaler Ebene engagieren wir uns zum Beispiel im Aufsichtsrat und anderen Gremien bei der GEMA, dem Kulturrat, dem Deutschen Musikrat, der KSK, der Initiative Urheberrecht und der ECSA mittels unserer zuständigen Delegierten.


Was kann der DKV leisten?

Der DKV setzt sich auf vielfältige Weise für die Belange von in Deutschland lebenden und arbeitenden Komponistinnen und Komponisten aller Nationalitäten ein. Wir bieten unseren Mitgliedern kostenlose Rechtsberatung und Vermittlung von Unterstützung in Rechtsangelegenheiten und versuchen Berufsanfängerinnen und -anfängern wichtige Tipps zu geben, in dem wir z.B. Honorarrichtlinien für Kompositionsaufträge zur Verfügung stellen. Eine zentrale Rolle spielen auch ausführliche Informationen zu den GEMA-Versammlungen – an diesen nehmen viele unserer Verbandsmitglieder aktiv teil und wirken an den Entscheidungen dieser für alle Komponist*innen überlebenswichtigen Verwertungsgesellschaft bei den jährlichen Abstimmungen mit. Mitglieder unseres Vorstands sind auch im Aufsichtsrat oder anderen Gremien der GEMA beteiligt und engagieren sich in zahlreichen internationalen Verbänden.

Der DKV engagiert sich für Gleichberechtigung, gerechte Honorare für alle Geschlechter sowie den musikalischen Nachwuchs. Mittels der „Paul- und Käthe Kick-Schmidt“- und „Paul Woitschach“-Stiftung kann der DKV soziale Hilfeleistungen anbieten und kulturelle Projekte aller Genres unterstützen.


Seit wann gibt es den DKV?

Die Idee eines Komponistenverbandes geht schon auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als das Aufkommen eines musikalischen Urheberrechtsgedankens die Solidarität der „Tonschöpfer“ forderte. So gab es schon 1871 die „Deutsche Genossenschaft dramatischer Autoren“ und 1898 die „Genossenschaft Deutscher Komponisten“.

Die wechselvolle Geschichte  der Idee einer „Interessengemeinschaft für Komponisten“ in verschiedenen Inkarnationen war in den folgenden Jahrzehnten eng mit den Ursprüngen der heutigen GEMA verknüpft, war aber auch nicht frei von Instrumentalisierung in den dunklen Jahren der Nazizeit.

Der Deutsche Komponistenverband (unter diesem Namen 1954 gegründet) entstand in seiner jetzigen Form in den 90er Jahren nach der Verschmelzung mit dem ostdeutschen „Verband Deutscher Komponisten“ (1951 gegründet) und etwas später mit dem „Interessenverband Deutscher Komponisten“ (1977 gegründet).

Wer die wechselhafte Geschichte des Verbandes genauer kennenlernen möchte, dem sei wärmstens dieser spannende Text von Albrecht Dümling empfohlen, der zum 50jährigen Jubiläum des DKV verfasst wurde und den wir mit freundlicher Genehmigung des Autors HIER zur Verfügung stellen.

Eine aktualisierte Darstellung des DKV, die Micki Meuser 2017 für das Handbuch der Musikwirtschaft verfasst hat, kann – ebenfalls mit freundlicher Genehmigung des Autors – HIER gelesen werden.

Ehrungen "Medaille für Verdienste um die deutsche Musik" des DKV
  • Prof. Dr. h.c. Erich Schulze (1981)
  • Wolfram Röhrig (1982)
  • Kurt Graunke (1983)
  • Dr. Rudolf Sailer (1985)
  • Dieter Thomas Heck (1989)
  • Prof. Harald Banter (1993)
  • Dr. Rudolf Heinemann (1995)
  • Franz Xaver Ohnesorg (1998)
  • Prof. Dr. Reinhold Kreile (2004)
  • Prof. Dr. Wilhelm Nordemann (2006)
  • Raimond Erbe (2008)
  • Prof. Christian Bruhn (2014)