DIE GESCHICHTE DES DKV

Am 4. Januar 1954 wurde in München der Deutsche Komponistenverband als Nachfolgeorganisation der nach dem 2. Weltkrieg entstandenen Komponistenverbände in Westdeutschland und Berlin unter der Präsidentschaft von Prof. Werner Egk mit Sitz in Berlin gegründet.
Er feierte sein 10-jähriges Bestehen am 5. November 1964 mit einem Festakt in der Bonner Beethovenhalle in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Dr. Heinrich Lübke. Sein 25jähriges Jubiläum beging der Deutsche Komponistenverband im Juli 1979 mit einer Veranstaltung mit prominenten Gästen aus dem kulturellen Leben und einer Pressekonferenz in München. Im Jahr 2004 schließlich wurde der 50-jährige Verbandsgeburtstag in der Rotunde der Dresdner Bank am Pariser Platz festlich begangen.
Neben seinen vielen Aktivitäten für die Belange der deutschen Komponisten – hierzu gehört insbesondere die fachkompetente Beratung in juristischen und berufsständischen Fragen sowie die Interessenvertretung der Komponisten auf politischer Ebene – konnte der Deutsche Komponistenverband auch soziale Aufgaben übernehmen. Im Jahre 1971 trat er das Erbe der Eheleute Paul und Käthe Kick-Schmidt an. Mit der Gründung der „Paul und Käthe-Kick-Schmidt-Stiftung“, einer rechtsfähigen Stiftung des Privatrechts, war es möglich, Komponisten und deren Witwen in vielen Fällen bei Krankheit, Unfallfolgen oder sonstigen Notsituationen zu helfen.
Eine weitere Stiftung konnte der Verband als Erbe des Berliner Komponisten Paul Woitschach im Jahre 1990 gründen, die „Paul-Woitschach-Stiftung – Förderungs- und Hilfsfonds“ des Deutschen Komponistenverbandes. Mit dieser, die Komponisten fördernden Stiftung wurde eine großzügige Unterstützung von Projekten möglich: Förderung der Tonkunst, insbesondere durch zweckgebundene Zuwendungen für die mit der künstlerischen Tätigkeit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden, angemessenen Aufwendungen für musikalische Produktionen, Pilotprojekte, Wettbewerbe und Publikationen. Ferner die Verleihung von Preisen zur Förderung musikalischen Schaffens und die Unterstützung von Komponisten und deren Angehörigen bei außerordentlicher Bedürftigkeit.
Bedingt durch die Teilung Deutschlands entstand in der ehemaligen DDR 1951 der „Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler“, der sich nach der Wiedervereinigung 1990 den Namen „Verband Deutscher Komponisten“ gab. Im Ergebnis eines langwierigen und komplizierten Annäherungsprozesses zu Beginn der 90er-Jahre wurde dann die große Mehrzahl der Mitglieder dieses Verbandes Mitglied im Deutschen Komponistenverband.
Zu Beginn des Jahres 1994 schlossen sich der Deutsche Komponistenverband und der 1977 in Hamburg gegründete „Interessenverband Deutscher Komponisten“ (IDK) zum Deutschen Komponisten-Interessenverband zusammen. Die Mitgliederversammlung 2000 beschloss dann, dem Berufsverband den Namen Deutscher Komponistenverband zu geben.

Die hier aufgelisteten Persönlichkeiten, die den Verband in den vielen Jahren in seinen Bemühungen um die deutsche Musik unterstützt haben wurden mit der „Medaille für Verdienste um die deutsche Musik“ des Deutschen Komponistenverbandes geehrt.

Ehrungen "Medaille für Verdienste um die deutsche Musik" des DKV
  • Prof. Dr. h.c. Erich Schulze (1981)
  • Wolfram Röhrig (1982)
  • Kurt Graunke (1983)
  • Dr. Rudolf Sailer (1985)
  • Dieter Thomas Heck (1989)
  • Prof. Harald Banter (1993)
  • Dr. Rudolf Heinemann (1995)
  • Franz Xaver Ohnesorg (1998)
  • Prof. Dr. Reinhold Kreile (2004)
  • Prof. Dr. Wilhelm Nordemann (2006)
  • Raimond Erbe (2008)
  • Prof. Christian Bruhn (2014)